Halbmarathon Berlin

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Wie in meinem letzten Beitrag angekündigt, hier mein etwas lang geratener Bericht zum Halbmarathon in Berlin. Vorweg kann ich schon mal sagen: Es war wirklich ein Knallerwochenende und ich kann jedem nur empfehlen mal in Berlin an den Start zu gehen!!! Nun aber von Anfang an:

Samstag, 02.04.16 – Messe und Startnummernausgabe

 

Am Samstagmorgen ging es erst mal los zur Messe Berlin Vital in der Station Berlin. Hier konnte man nämlich seine Startunterlagen bekommen.

Wir also mit der U-Bahn hin und von draußen konnte man schon die laaaaaange Schlange sehen. Dank der tollen Organisation vor Ort, war die Wartezeit aber gar nicht so lang wie anfangs gedacht. Nach 5 Minuten waren wir im Gebäude und nach weiteren 20 Minuten in der Warteschlange konnten wir durch das „Brandenburger Tor“ in den Ausgabebereich schreiten 🙂 Als erstes wurden uns die hübschen grünen Teilnehmerarmbändchen verpasst und zack hatten wir auch schon unsere Startnummern. Man muss auch erwähnen, dass alle vom Team des Halbmarathons mit denen wir dort zu tun hatten, ausgesprochen nett und hilfsbereit waren!!!

Dann ging es für uns nebenan in den Messebereich, wo wir als erstes die offiziellen adidas Teilnehmershirts abholen durften. Ich war wirklich positiv überrascht, die Shirts sind spitze und machen richtig was her! Auf der Messe selbst hätte ich ja schon wieder an jedem Stand Geld loswerden können, habe mich aber ausnahmsweise mal zurückgehalten 😉 Es gab neben Klamotten der unterschiedlichen Sportmarken, jede Menge Schuhe, Sportlernahrung etc.

Mit unseren offiziellen Beuteln bewaffnet, ging es dann noch kurz mit der U-Bahn zum Strausberger Platz, weil ich ja unbedingt noch den Startbereich angucken wollte… zu diesem Zeitpunkt war ich schon sehr nervös und wollte wenigstens gesehen haben, wo es losgeht… meine Nerven….. Allzu viel gab es dann aber noch gar nicht zu sehen, da sämtliche Helfer noch  fleißig am aufbauen waren… also ab zum Hotel, Sachen zusammenpacken und dem nächsten Tag entgegenfiebern.

 

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Sonntag, 03.04.16 – Der erste Halbmarathon…oh weia…

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Nach einer recht kurzen Nacht, weil ich vor Aufregung nicht so recht schlafen konnte, waren wir schon um kurz nach 8 an der Starterzone. Trotz der frühen Uhrzeit waren schon einige Läufer und vor allem auch Inlineskater vor Ort, viele mit ähnlich nervösem Gesichtsausdruck wie ich 😉

Nachdem wir uns das Gelände in Ruhe angeschaut hatten, konnten wir unsere Beutel dann in den eigens bereitgestellten LKWs abgeben. Auch hier konnte man sehen, wie gut der Halbmarathon in Berlin organisatorisch aufgestellt ist: Alle Wagen waren hübsch durchnummeriert und überall waren freundliche Helfer unterwegs, an die man sich jederzeit wenden konnte.

Und dann wurde es auch schon langsam ernst: Nachdem die Inlineskater um 9:30 Uhr als erstes auf die Strecke geschickt wurden und wir uns noch einen Energieriegel genehmigt hatten, ordneten wir uns irgendwo im vorderen Drittel von Startblock F ein… die Warterei ist dann ja immer das schlimmste! Ich war so aufgeregt, dass ich hätte losheulen können :D… Startwelle eins mit den Spitzenathleten ging dann pünktlich um 10:05 auf die Strecke, Startwelle zwei etwa 10-15 Minuten später und plötzlich war nur noch Block F übrig….

Dann ertönte aus den Lautsprechern erneut „Sirius“ vom Alan Parsons Project und der Sprecher startete den Countdown. Leider hatte genau in diesem Moment der Lautsprecher in unserer Startzone einen Wackler und wir konnten den Countdown nicht richtig hören… egal… die Läufer zählten kurzerhand selbst runter und unter großem Jubel ging es los …. Nach etwa 2-3 Minuten im Gedränge überquerten wir die Startmatte und ich startete meinen ersten Halbmarathon!

Zuerst einmal ging es dann Richtung Brandenburger Tor und von dort Richtung Siegessäule.  Entlang der Strecke nutzten viele Läufer die Gelegenheit ihre nervösen Blasen nochmal im Tiergarten zu entleeren… es wäre schöner gewesen, wenn man hier eventuell noch ein paar Dixie-Toiletten entlang der Strecke aufgestellt hätte, dann hätten nicht so viele wild in den Tiergarten gepinkelt… aber egal…

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Die Stimmung entlang der Strecke war grandios, die Zuschauer waren richtig gut drauf und jubelten allen Läufern zu. Besonders zu erwähnen sind die vielen dänischen Fans entlang der Strecke, die Ihre Landsmänner und –frauen richtig enthusiastisch anfeuerten! Entlang der gesamten Strecke hatten sich unterschiedliche Bands und Trommlergruppen aufgebaut und immer wieder sah man die offiziellen Fotografen, die sich alle Mühe gaben jeden Läufer auf der Strecke festzuhalten.  Man wurde richtig angespornt!!! An den gut platzierten Verpflegungsstellen wurden Wasser, Isodrinks und Tee ausgeschenkt und es gab sogar Energiegel.

Ich lief zeitweise wie in Trance… es gab so viel zu gucken und zu hören, dass ich komplett vergaß, dass ich lief und regelrecht erschrocken war, wenn ich feststellte, dass meine Beine immer noch arbeiteten 😀 ich hatte zwar meine TomTom Spark am Handgelenk, schaute aber absichtlich nicht drauf… die Zeit war mir egal, ich lief einfach nach Gefühl und genoss die Atmosphäre.

Ich muss sagen, die ersten 10-12 Kilometer hatte ich richtig Spaß… danach fing mein Körper an zu arbeiten. Bei Kilometer 12 musste ein Energiegel her, das gleiche nochmal bei Kilometer 15 und 18. Damit gings.

Die letzten zwei Kilometer waren dann richtig übel! Ich überholte etliche Läufer, die eine Gehpause einlegen mussten. Das wollte ich auf keinen Fall! Ich wollte auf Teufel komm raus durchlaufen!! In meinem Kopf lief das Mantra „Du schaffst es! Du schaffst es!“ auf Dauerschleife… An der 20-Kilometer-Marke stand dann ein Mädel mit einem Megafon unter den Zuschauern und schrie: „Ihr habt es fast geschafft!“ „Nur noch ein Kilometer“ und ein weiterer Zuschauer hielt ein Schild hoch mit der Aufschrift „You are a half marathon!“  … Und das gab mir irgendwie den nötigen Kick: „Aufgeben ist nicht!“ … Einen Kilometer später lief ich überglücklich über die Ziellinie und fing auf der Stelle an zu heulen. Ich war total erschöpft, aber unbeschreiblich happy! Ich hatte meinen ersten Halbmarathon geschafft! Und dann sah ich auf meine Uhr: 2:16:26! Eine Traumzeit für mich!

 

Fazit:

Halbmarathon ist geil! Halbmarathon in Berlin ist richtig geil!! Den ersten Halbmarathon in Berlin unter 2:30 laufen ist das allergeilste!!!

Die Organisation der Veranstaltung war spitzenmäßig, die Stimmung der Knaller und das Gefühl mit 34.000 Läufern zu starten unglaublich. Ich kann es jedem nur empfehlen! Die Anmeldephase für 2017 startet laut Angaben der Veranstalter schon bald. Wir sind wieder dabei!

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Weitere Links:

Alle Ergebnisse

Bericht der Berliner Morgenpost

Video – Die Elite beim Halbmarathon

Fotogalerie

2 Gedanken zu „Halbmarathon Berlin

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