Schwimmtraining oder #kraulenlernichauchnoch

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Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich in meinem Leben nochmal versuche kraulen zu lernen, hätte ich es nicht geglaubt… aber da dachte ich auch nicht, dass ich mal an einem Triathlon teilnehmen würde 😉 Und nun habe ich den Salat…

Beim Silberseetriathlon 2015 habe ich auf 500m 12:36 Minuten gebraucht … Brustschwimmend… mit Kopf über Wasser… war nicht schön…

Aber wie lernt man jetzt mal eben kraulen, wenn man 32 Jahre lang beim tauchen die Nase zuhalten musste?

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Wie alles begann

Ich schaute mir erstmal alle möglichen Videos zum Thema Kraultechnik auf Youtube an, um eine Idee zu bekommen, wie das am Ende aussehen soll 😉 Sah gar nicht so schwer aus. Also einfach ins Schwimmbad gehen und loskraulen. Das war der Wunschtraum. Sah in etwa so aus:

Tief Luft holen…Abstoßen… Gleiten… Beine bewegen…Armzug eins… huch, ich wackel ganz schön… Enges Gefühl in der Brust… Armzug zwei…. Aua, Krampf im Bein… Armzug drei…. Kopf seitlich nach oben drehen…. Blub, blub, blub…. Hustenattacke… Wasser in der Nase… Wutanfall… nach Hause… alles scheiße.

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Also musste doch Hilfe her. Ich probierte einen Kraulkurs aus, den ich aber nicht so toll fand und fragte schließlich, wie so oft, meine Schwester Andrea um Rat. Die hatte die Prozedur mit dem Kraulen lernen gerade hinter sich und war ganz flott unterwegs.

Schließlich wurde ich davon überzeugt zum Schwimmtraining im Triathlonverein zu gehen, wo es nicht nur eine Trainerin gibt, sondern auch viele andere nette Leute, die man um Rat fragen kann. Außerdem veranstalten Andrea, Lena, ich und ein paar andere regelmäßig unser privates Schwimmtraining a.k.a. “Sonntagsplanschen” 🙂

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Die 5 besten Tipps, die ich bisher bekommen habe

1. “Üb doch erstmal nur Atmen”

Entweder beim Brustschimmen oder langgestreckt am Beckenrand. Unter Wasser ausatmen, über Wasser einatmen, mal Kopf vorne raus, mal Kopf seitlich raus.… klingt bekloppt, war aber mein erster kleiner Durchbruch 🙂 Wenn man sich nur aufs Atmen konzentriert, klappts nämlich ganz gut.

 

2. “Kraul einfach mal ne Bahn!”

Klingt banal, war aber einer der besten Tipps. Nicht über die Technik nachdenken, einfach mal probieren und sich dann von anderen anhören was man alles so falsch macht. Klingt deprimierend… Ist es auch… hilft aber am allermeisten.

 

3. “Lern gleich die Dreieratmung! Und immer tief in den Bauch atmen!”

Wenn du sowieso nicht Luft holen kannst, dann üb lieber gleich auf beiden Seiten Luft holen. Dadurch wird der Schwimmstil ruhiger. Stimmt. Und tief in den Bauch atmen hilft nicht nur bei der Sauerstoffversorgung, sondern auch bei der Wasserlage ungemein.

 

4. “Strampel nicht wie wild mit den Beinen. Mach das wie ne Ente, aus dem Po raus”

Gerade beim Triathlon brauchst du deine Beine hinterher noch fürs Radfahren und Laufen, also gewöhn dir lieber an nicht zu sehr zu strampeln. Schön ruhig. Außerdem kommt die Bewegung aus der Hüfte, nicht aus den Knien.

 

5. “Eine Baustelle zur Zeit”

Gerade am Anfang hört man tausend Tipps und macht etliche Sachen falsch, aber man kann nicht alles auf einmal verbessern. Man sollte sich einfach immer eine Baustelle nach der anderen vornehmen und daran arbeiten.

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Meine aktuelle Baustellen-Top-Five

1. Atmen

Immernoch größter Problempunkt. Ab der zweiten Bahn, weiß mein Körper nicht mehr, ob ich jetzt einatmen oder ausatmen muss. Klingt verrückt, fühlt sich auch komisch an, ist aber so.

 

2. Atmen Teil 2

Ich atme links und rechts. Soweit schonmal gut. Aber ich hebe den Kopf angeblich zu weit nach vorne und oben aus dem Wasser. Ich glaube, ich muss nochmal ein paar Übungen am Beckenrand einlegen.

 

3. Wasserlage

Die Beine müssen höher. Die hängen immer auf halb acht irgendwo. Da helfen besonders Stabi-Übungen für Rücken- und Bauchmuskulatur (zum Beispiel hier) und bewusstes Anspannen der Po-Muskulatur.

 

4. Arme

Es wird behauptet ich strecke die Arme nicht gerade nach vorne ins Wasser, sondern überkreuze über dem Kopf. Ich merke davon nichts. Aber ich versuche mich jetzt darauf zu konzentrieren und schwimme ab und an eine Bahn “Abschlag”, um das zu kontrollieren.

 

5. Ausdauer

Nach 35m ist Feierabend. Alles viel zu anstrengend. Von 500m bin ich also noch weit entfernt. Ich hoffe die Ausdauer kommt zusammen mit der besseren Technik und viel Übung.

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Erste Erfolge gibt es schon: 25m am Stück kraulen schaffe ich jetzt ohne große Probleme und Andrea behauptet “es sieht schon nach kraulen aus” 🙂 Und auch wenn es sich nicht so anhört, mittlerweile macht mir Schwimmen sogar ein bisschen Spaß 🙂

Ab sofort ist mindestens 2 mal pro Woche Schwimmtraining angesagt! Nur noch 99 Tage bis zum Silberseetriathlon! Ich berichte dann demnächst wie es sich so schwimmt 🙂

 

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