Das war der Silberseetriathlon 2016

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Ein großartiger Sonntag liegt hinter mir und vielen anderen, die am 23. Silberseetriathlon in Stuhr teilgenommen haben. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu erzählen… ich versuche mal mich chronologisch durchzuhangeln…

 

Die Tage davor

Die Aufregung rund um den Triathlon beginnt in der Woche davor. Alles diskutiert über Blaualgen im Silbersee, Neoverbot und die Frage, was für Wetter es denn geben soll. Der Wetterbericht ändert sich stündlich…

Ich bin auch nervös… wie wird es mit dem schwimmen laufen, werde ich schnell genug auf dem Rad sein und machen meine Beine noch Tempo beim Laufen?

Am Ende gibt es Entwarnung: Blaualgen weg: Super! See 23,9 Grad warm, also Neoverbot: na ja…. Wetterbericht: Weiter unentschlossen…

 

Am Morgen

Der Wecker klingelt um 7:30 Uhr. Es regnet in Strömen…Tasche ist schon gepackt und wir frühstücken in Ruhe. Dann wird das Rad aufgeladen und wir fahren um halb 11 Andrea abholen… es regnet immer noch. Richtung Silbersee verfahren wir uns, wegen der ganzen Absperrungen, finden aber einen guten Parkplatz und treffen schon Lena und weitere Mitstreiterinnen. Auf dem Weg zur Wettkampfstrecke wird über die Strecke, das Wetter und die besten Wechsel-Varianten diskutiert. Die Nervosität steigt 🙂 Ich habe besonders Angst vor der Schwimmstrecke, da das Schwimmtraining ja eher suboptimal läuft.

Das Wetter scheint sich entschlossen zu haben, doch  auf unserer Seite zu sein… es hat aufgehört zu regnen und es wird regelrecht warm und angenehm.  An der Startnummernausgabe geht es ganz schnell, dann warten wir auf Einlass in die Wechselzone. Dort wird eingerichtet, nochmal diskutiert ob man nun die Radschuhe am Rad lässt und ob man lieber mit Socken läuft oder doch ohne… und so vergeht die Zeit wie im Flug.

 

 

Auf die Plätze, fertig, los

Und ganz plötzlich finde ich mich mit einer pinken Badekappe auf dem Kopf am Wasser wieder… wie konnte das denn so schnell passieren?

Wir schwimmen uns ein paar Züge ein und ich bin guter Dinge und dann heißt es auch schon: nur noch eine Minute bis zum Start. Ich fange an unheimlich zu frieren, aber bevor ich mir Gedanken darüber machen kann, kommt schon das Startsignal und alles stürzt sich in die Fluten.

Die ersten Meter kraule ich. Es läuft ganz gut. Doch dann schlucke ich irgendwie Luft und kriege einen Blähbauch und kann nicht mehr richtig Luft holen… vorbei ist‘s mit dem Kraulen… also doch Brustschwimmen… scheiße… Das Feld vor mir zieht sich jetzt auseinander, aber ich bin auch schon an der ersten Boje! Auf zur zweiten! Die ersten Frauen aus unserem Feld sind bereits auf dem Weg von der zweiten Boje Richtung Ausstieg. So schnell würde ich auch gern mal sein. Aber keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen. Weiter geht’s. Von der zweiten Boje Richtung Strand kraule ich zwischendurch ein paar Züge, muss aber immer wieder Brustschwimmen, da mir die Luft fehlt und dann habe ich endlich Sand unter den Füßen. Mit einer Zeit von 11:56 flitze ich vom Wasser Richtung Wechselzone unter lautem Gejubel meines Freundes der am Rand steht und fleißig Fotos knippst.

 

xx
Achtung, hier komme ich 🙂

 

Ab aufs Rad

In der Wechselzone finde ich gleich meinen Platz *juhu* Füße kurz trockentupfen, Socken an, Radschuhe an, Startnummernband anlegen, Brille auf und ab zum Rad. Meins ist gleich das zweite in der Reihe und ich renne prompt dran vorbei. Kurze Orientierung… ups, da vorne war ich ja… Helm auf und los. Der Weg zur Radstrecke ist nur ein paar Meter, so ist das Laufen mit den Radschuhen halb so wild. Die ersten 500m sind Überholverbot auf der Strecke und ich habe Zeit etwas zu trinken. Dann geht’s los. Ich versuche irgendwie auf ein Tempo über 30 km/h zu kommen und einen Gang zu finden, mit dem meine Beine zurechtkommen. Es dauert ein wenig, aber so nach 5 km hab ich den Bogen raus, nur das Tempo haut nicht ganz hin…

Da wir zweimal eine Wendepunktstrecke abfahren, sehe ich Andrea, Lena und die anderen zwischendurch auf der Gegenbahn. Schön wenn man sich zwischendurch kurz zuwinken kann 🙂

Die nächsten 10 km spiele ich ein kleines Überholspielchen mit einer anderen Fahrerin aus meiner Startgruppe… wir sind annähernd gleich schnell und überholen uns immer wieder gegenseitig. Ihre Startnummer hat sich hinten an einer Seite von ihrem Band gelöst und flattert mir ständig vor der Nase rum, das macht mich wahnsinnig!!!  Nach 15 km hab ich die Faxen dicke, setze nochmal zum Überholen an und gebe Gas. Schon sehe ich die Abzweigung auf der es Richtung Ziel geht und habe plötzlich einen bekannten Hintern vor mir. Nicole, eine unserer Mitstreiterinnen, und ich fahren mehr oder weniger gemeinsam Richtung Wechselzone.  Von rechts hält mir plötzlich jemand ein Schild vor die Nase „Zeigt was in euch steckt“ steht drauf und ich freu mich 🙂 Danke Catharina! 🙂 Und mein Freund steht auch parat und knippst fleißig Bilder 🙂 Mit einer Zeit von 48:39 auf knapp 22 km biege ich in die Wechselzone ein.

 

 

Ab auf die Laufstrecke

Ich weiß ich muss mit dem Rad in die dritte Reihe… laufe aber in die vierte… wundere mich… laufe zurück… finde meine Reihe und stelle mein Rad ab… Schuhe umziehen geht dann wesentlich schneller und zack geht’s auf die Laufstrecke. Der erste Kilometer ist eine Katastrophe. Ich finde gar keinen vernünftigen Tritt, an der Verpflegungsstation muss ich kurz gehen… Tief durchatmen… nur 5 km… und die will ich unter 30 Minuten laufen! Und dann geht’s, aber leider nicht so schnell wie ich gern würde.

Nach der ersten Runde habe ich meinen Rhythmus gefunden und ganz plötzlich entdecke ich Andrea vor mir. Nach der Wende sieht sie mich, wir klatschen ab. Dann wende ich und schon kommen mir Nicole und Lena entgegen. Lena und ich klatschen etwas zu doll ab und mir brennt die Hand noch 5 Minuten später. Auch nicht schlecht, merke ich zumindest nicht wie stark meine Beine und meine Lunge gerade protestieren. Ich versuche nochmal Gas zu geben, aber schaffe es leider nicht mehr. Und dann kommt schon das Ziel in Sicht. 14 Sekunden nach Andrea laufe ich über die Ziellinie mit einer Laufzeit von:…. Trommelwirbel… 30:06… Mist, das war knapp.

 

 

Und sonst so

Gesamtzeit 1:30:42… ich bin stolz drauf 🙂 Wir stehen noch eine Weile im Ziel, warten bis alle wieder da sind, beglückwünschen uns gegenseitig und gehen uns dann umziehen. Dabei wird natürlich schon diskutiert, was wo gut gelaufen ist und was eher nicht so, was man besser machen will und so weiter… Bei einer Bratwurst warten wir noch auf die Tombola und dann setzt auch der Regen wieder ein. Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter.

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Fazit

Meine Ziele waren:

  1. 500 m kraulen: das war wohl nix
  2. Laufzeit unter 30 Minuten: 6 Sekunden zu langsam…
  3. Gesamtzeit unter 1:30: Hier sind es 42 Sekunden zu viel

Keins meiner Ziele habe ich erreicht, trotzdem fühl es sich wie ein Sieg an!! Es hat wirklich Spaß gemacht, vor allem mit den ganzen tollen Leuten die dabei waren. Und es war (mal abgesehen von der Schwimmkatastrophe) verdammt knapp… in zwei Wochen geht’s in Bremen an den Start und dann werden wir ja sehen, was noch in mir steckt 🙂

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4 Gedanken zu „Das war der Silberseetriathlon 2016

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